über mich

Als ich mit siebzehn meine erste Stelle im Spital antrat, wusste ich sehr schnell, dass ich eins niemals werden wollte: eine griesgrämige alte Frau. Diese Sorte Patientinnen bildete in meinen Augen 1996 auf der chirurgischen Abteilung im Hôpital de la Zone in Nyon die erschreckende Mehrheit. Seither habe ich gelernt, dass es sie nicht nur im Spital gibt. Sie sind überall, in variablem Alter und sehr wohl auch in der männlichen Ausführung anzutreffen. Bei näherem Hinschauen wird mir immer schnell klar, warum so viele Menschen so selten zufrieden sind: Wir sind Meister darin, die Verantwortung für unser (Un-)Glück an andere zu delegieren. Der stressige Alltag, der verständnislose Ehemann, die nervende Schwiegermutter, das fehlende Geld, die falsche Figur, das Wetter, der Verkehr …… Endlos könnte ich die Liste weiterführen. In meinen vierzig Jahren auf dieser Welt, während meiner Tätigkeit auf der Intensivstation, in der Palliativpflege, als Mutter zweier Töchter und in meinen verschiedenen anderen Betätigungsfeldern habe ich etwas wichtiges gelernt: Wer die Verantwortung für sich selber übernimmt, muss zwar Energie und Arbeit in sich investieren, gewinnt aber so viel innere Freiheit, Freude und Zufriedenheit, so dass sich der Aufwand mehr als auszahlt. Diese Erkenntnis motiviert mich, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten. Meine Sensibilität, die ich im Laufe meines bisherigen Lebens als eine Stärke sehen gelernt habe, leistet dabei wertvolle Dienste. Mir liegt unsere Welt am Herzen. Ich bin der Überzeugung, mit jedem Mensch der sich selber annehmen und schätzen kann, wird die Welt zu einem besseren Ort. Darum will ich mich aus vollem Herzen mit Freude und Leichtigkeit dafür einzusetzen.

 

Diplome & Co

Was ich schon alles angestellt habe…..

Mitglied bei

Regi, die Neue; Ausgabe vom 1.3.19

Thurgauer Zeitung 12.3.19

praxispanorama

hallowil.ch vom 4. März 2019