Happy End
9. Februar 2021
Monitor-Monster ausgetrickst

Heute war mal wieder einer jener Tage: Von morgens bis abends vor dem Bildschirm. So unbegrenzt und grossartig die Möglichkeiten sind, die mir die digitale Welt bietet, scheint sie auch alles zu verschlucken, was sonst noch existiert. Die Zeit rast, meine Durchblutung sinkt unter null – wenn man die Temperatur meiner Füsse als Gradmesser nimmt. Jegliches Gefühl für Hunger und Durst kommt mir abhanden. Und auch wenn ich mich grade kreativ entfalten (sollte), schwindet die Kreativität mit jeder Stunde und weicht einer Ungeduld, weil das Ergebnis nie so ist, wie es mein Perfektionsanspruch es erwartet. Mein Monitor-Monster frisst mir sogar meinen Sinn für Humor! Ausser Anspannung haben kaum emotionale Regungen mehr Platz. Und da hört der Spass dann wirklich auf. Denn ohne Emotionen und ein wenig Heiterkeit ist mir mein Leben einfach zu eintönig. J Darum habe ich mich entschieden, meinem Monitor-Monster heute einen Maulkorb anzuziehen und mir mein Gespür fürs Leben trotz Computerarbeit zu bewahren. Und das ging so: Ich habe meinen Timer auf dem Handy so eingestellt, dass jede Stunde eines meiner Lieblingslieder abgespielt wurden. Während diesen musikalischen Unterbrüche habe ich tanzend den Weg zur Küche überwunden und für Nachschub an Tee, Kaffee oder einer feinen Zwischenverpflegung gesorgt. Das alleine hat mir so viel Schwung bewahrt, dass ich immer wieder lustige Ideen hatte um Emails mit ein bisschen Humor aufzupeppen oder ein Telefongespräch mit einer lustigen Anekdote zu würzen. Den Feierabend habe ich mit (fast) warmen Füssen und dem guten Gefühl gestartet, einen kreativen und produktiven Arbeitstag hinter mir zu haben. Juhui! Das motiviert mich doch gleich, es beim nächsten Mal wieder so zu machen. Oder noch besser: Eine neue Variante zu kreieren um das energiefressende Monitor-Monster in Schach zu halten!

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