Ponyhof

Lebensleicht vom 1. Juni 2021 – Meine Kolumne in der REGI Die Neue

«Das Leben ist kein Ponyhof!» Das sagt man gerne und meint damit, dass das Leben nicht nur aus Spass besteht. Dass der Vergleich hinkt, weiss jede*r Ponyhofbesitzer*in! Im Gegenteil ist der Ponyhof ein passendes Sinnbild des Lebens. Einen solchen Ort wünscht man sich, weil man Ponys liebt, gerne reitet und draussen unterwegs ist. Sind die Viecher dann da, kosten sie vor allem viel Geld, machen Arbeit und lassen wenig Raum für andere Hobbys. Wer sich da von den Mühen des Alltags – misten, füttern, putzen, Tierarzt, Hufschmied, misten, füttern – zu sehr ablenken lässt, bei dem wird die Passion schnell zur Belastung. Dann ist sogar das Ausreiten nur noch eine Pflicht. Die Freude ist verschwunden.

Auch wenn Sie keine Huftiere im Vorgarten haben, frage ich Sie: Kennen Sie das? Haben Sie auch erfüllte Wünsche, die im Laufe der Zeit so unter den Folgeerscheinungen verschwunden sind, dass Sie den Wunsch dahinter gar nicht mehr erkennen können? Kinder, Haus, Hund und Garten – weit verbreitete «Beispiel-Ponys». Aber auch bei Partnerschaften trifft man auf dieses Phänomen. Die alltäglichen Kleinigkeiten, die uns nicht gefallen oder uns anstrengen, werden zu einem immer grösseren Drama. Die Verpflichtungen und die Herausforderungen, welche auf die Wunscherfüllung folgen, lassen uns vergessen, warum wir das alles eigentlich tun: Weil wir – im Beispiel vom Ponyhof – so Freude an Ponys haben, dass wir eigene besitzen wollten. Nicht nur unsere Ferien mit ihnen verbringen.

Wenn Sie nun so ein Ponyhof-Phänomen bei sich entdecken, dann freuen Sie sich ganz bewusst über ihr Pony! Reiten sie aus oder setzen Sie sich zu ihm auf die Wiese und geniessen seine Gesellschaft. Denn dann wird ihr Leben zu einem Ponyhof, wie ihn die Redensart meint: Etwas, das Ihnen Freude macht und Entspannung ermöglicht, Spass bereitet und Ihre Lebensqualität steigert. Und das bisschen Arbeit machen Sie mit links!

Nimm es nicht so schwer –

Nimm es nicht so schwer

WIE ES DIR IM MOMENT ERSCHEINT

Leichtigkeit entsteht aus der Akzeptanz, dass wir nicht immer alles unter Kontrolle haben. Humor ist eine Strategie um in solchen Momenten nicht zu verzweifeln. Dabei authentisch zu sein, ist die Kunst dabei.


Wenn du dich dafür entscheidest, dem Leben mit mehr Humor und Leichtigkeit zu begegnen, bedeutet das nicht, von heute an über alles zu lachen. Die Quelle von Humor ist oft – wenn nicht immer – das Leid. Die Dinge, die eben nicht solaufen, wie du es dir wünschst.


Enttäuschungen, Verletzungen, Kontrollverlust und Schicksalsschläge sind schmerzhaft. Lass diesem Schmerz auf jeden Fall Raum. Er gehört dazu. Die Kunst liegt darin, in einem bestimmten Moment wieder Distanz aufbauen zukönnen. Um nicht erdrückt zu werden. Und da kann Humor, richtig eingesetzt, eine sehr heilsame Wirkung entfalten. Dich einen Moment aus dem Elend ziehen. Sogar neuen Spielraum eröffnen. Vielleicht fällst du auch wieder zurück – was soll’s. Dann schaffst du dir bei nächster Gelegenheit eine neue „Lächel-Pause“! Denn sie bringt dir auf jeden Fall Erleichterung und neue Energie um in deinem Prozess weiterzukommen.


Je vertrauter du mit der HumorStrategie wirst, desto häufiger wirst du auf Situationen stossen, die du ganz einfach mit Heiterkeit erleichtern kannst. Da reicht nur ein kleiner Perspektivenwechsel und das Relativieren gelingt ohne Anstrenung. Denn in vielen Alltagssituationen ist das Drama häufig nicht so gross, wie wir glauben.


Aber du wirst nach wie vor Momente haben, die sich schmerzhaft, traurig oder stressig anfühlen – und die das auch sein und bleiben dürfen. Auch wenn du im Grossen und Ganzen deinem Leben mit heiterer Gelassenheit begegnest.

Monitor-Monster ausgetrickst

Heute war mal wieder einer jener Tage: Von morgens bis abends vor dem Bildschirm. So unbegrenzt und grossartig die Möglichkeiten sind, die mir die digitale Welt bietet, scheint sie auch alles zu verschlucken, was sonst noch existiert. Die Zeit rast, meine Durchblutung sinkt unter null – wenn man die Temperatur meiner Füsse als Gradmesser nimmt. Jegliches Gefühl für Hunger und Durst kommt mir abhanden. Und auch wenn ich mich grade kreativ entfalten (sollte), schwindet die Kreativität mit jeder Stunde und weicht einer Ungeduld, weil das Ergebnis nie so ist, wie es mein Perfektionsanspruch es erwartet. Mein Monitor-Monster frisst mir sogar meinen Sinn für Humor! Ausser Anspannung haben kaum emotionale Regungen mehr Platz. Und da hört der Spass dann wirklich auf. Denn ohne Emotionen und ein wenig Heiterkeit ist mir mein Leben einfach zu eintönig. J Darum habe ich mich entschieden, meinem Monitor-Monster heute einen Maulkorb anzuziehen und mir mein Gespür fürs Leben trotz Computerarbeit zu bewahren. Und das ging so: Ich habe meinen Timer auf dem Handy so eingestellt, dass jede Stunde eines meiner Lieblingslieder abgespielt wurden. Während diesen musikalischen Unterbrüche habe ich tanzend den Weg zur Küche überwunden und für Nachschub an Tee, Kaffee oder einer feinen Zwischenverpflegung gesorgt. Das alleine hat mir so viel Schwung bewahrt, dass ich immer wieder lustige Ideen hatte um Emails mit ein bisschen Humor aufzupeppen oder ein Telefongespräch mit einer lustigen Anekdote zu würzen. Den Feierabend habe ich mit (fast) warmen Füssen und dem guten Gefühl gestartet, einen kreativen und produktiven Arbeitstag hinter mir zu haben. Juhui! Das motiviert mich doch gleich, es beim nächsten Mal wieder so zu machen. Oder noch besser: Eine neue Variante zu kreieren um das energiefressende Monitor-Monster in Schach zu halten!

Happy End

Kaum ein Hollywood-Film kann darauf verzichten. Viele behaupten sogar, die Handlung sei bei einem Film zweitrangig, wenn nur das Ende stimme. Und sind wir ehrlich: Das warme Herzgefühl, wenn sich das Paar nach diversen Wirren doch noch findet oder der Held die Welt gerettet hat, ist schon wunderbar. Da möchte man den Fernseher am liebsten gar nicht abstellen. Und genau da ist der Haken. Habe Sie sich schon einmal überlegt, wie die Geschichte nach «The End» weitergehen würde? Glauben Sie, dass Liebespaar würde sich die nächsten hundert Jahre schmachtend in den Armen liegen? Kaum! Nicht mal James Bond schippert ewig mit seinem Filmsternchen ungestört übers Meer. Früher oder später wartet der nächste Bösewicht. Zum Glück. Ich stelle mir vor 007 würde irgendwann vor Langeweile über Board gehen. Wenn man im richtigen Moment den Vorhang zieht, hat jede Geschichte ein Happy End. Auch die Lebens-Geschichte von jedem einzelnen von uns. Nur geht in der Wirklichkeit das Leben eben immer weiter. Wie beim «Leiterli-Spiel» wechselt es manchmal unerwartet die Richtung. Ein vermeintliches Glück entpuppt sich im Nachhinein eher als Pech und umgekehrt. Weil wir nie wissen, was noch kommt, macht es im Grunde auch keinen Sinn, ständig zu beurteilen, ob etwas ein Fluch oder ein Segen ist. Und ganz ehrlich: Hätten Sie in Ihren glücklichsten Momenten Ihre Geschichte beenden wollen? Im Gegenteil, oder? Wagen wir es nicht lieber uns den Herausforderungen des Lebens zu stellen, als freiwillig auf Lebenszeit zu verzichten? Trotzdem ist es manchmal hilfreich, den Blick für die möglichen «Happy-End-Szenen» um in den anstrengenden Momenten den Mut nicht zu verlieren. Machen Sie dazu einfach folgendes: Jedes Mal, wenn Sie sich einen kleinen oder grossen Erfolg verbuchen, wenn Ihnen das Glück hold ist und Sie mit sich zufrieden sind, machen Sie sich eine kleine Notiz. Ich bin sicher, Sie werden staunen wie filmreif Ihr Leben wäre – und froh sein, dass Sie der Vorhang in Ihrer persönlichen Geschichte noch offen bleibt.

Spannung weg, Leitung tot

Erschienen in der REGI Die Neue am 5. Januar 2021

Ein bisschen Spannung braucht es im Leben. Jeder Elektriker weiss: Nimmt man die Spannung von einer Leitung, ist die Leitung tot. Das gleiche gilt für Beziehungen, Geschichten, den Job und im Grunde für das ganze Leben: Ist keine Spannung mehr da, keine Freude und keine Neugier, bleibt von der Leidenschaft schnell nur noch das Leiden übrig und man fühlt sich geschafft. Es lässt sich nicht bestreiten, dass die meisten Menschen in unseren Breitengraden meistens stark unter Strom stehen. Deshalb ist es ungemein wichtig geworden, immer wieder für Entspannung zu sorgen. Sonst brennen wir aus – oder durch. Aber wie bei einer defekten Stromleitung ist es nicht die Entspannung alleine, die uns weiterbringt. Denn kaum schalten wir den Strom wieder ein, brennt die Sicherung wieder durch. Sind Sie mal so weit, hilft nur noch eine Sanierung und die kostet einiges an Zeit und Geld. Ob es sich dabei um eine Stromleitung oder Ihr Nervensystem handelt. Die Kunst ist es darum, im Alltag das richtige Mass an Spannung zu finden statt zwischen Vollgas und Energielos zu pendeln. Den Blickwinkel zu verändern ist eine wirkungsvolle Methode um sofort Spannung auszugleichen. Betrachten Sie Ihre alltäglichen Ärgernisse mal aus einer anderen Perspektive. Das löst allfällige Verbissenheit, erweitert Ihren Spielraum und entlastet Sie sofort. Üben Sie den Perspektivenwechsel in dem Sie beginnen Kleinigkeiten mal anders zu machen. Setzten Sie sich beim Essen an einen anderen Platz. Verändern Sie die Reihenfolge beim Ankleiden. Nehmen Sie einen anderen Finger als gewöhnlich um die Kaffeemaschine zu bedienen. Fortgeschrittenen empfehle ich mit dem Partner/der Partnerin die Bettseite zu tauschen. Viel Spass beim Ausprobieren!

Sei stark

erschienen in der REGI Die Neue am 18.12.2020

Ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Ihnen die meisten Menschen ohne nachzudenken mindestens zehn Dinge aufzählen können, die sie ihrer Meinung nach nicht beherrschen? Fragt man sie nach dem, was sie gut machen, finden sie nach laaaaaaangem nachdenken einige wenige Beispiele. Sicherlich liegt das zum Teil daran, dass wir gelernt haben bescheiden zu sein. Aber ich befürchte, dass viele wirklich nicht wissen, wo ihre Stärken liegen und wie wertvoll sie für andere sind. Den grösseren Teil dieses unglücklichen Zustandes sehe ich eher darin, dass wir uns gewohnt sind «an unseren Schwächen zu arbeiten». Der Wettstreit beginnt, kaum sind wir auf der Welt. Wehe man schläft nicht gleich durch, läuft mit vierzehn Monaten noch nicht oder ist mit zwei noch nicht trocken! Früh lernen wir uns anzustrengen und mit Fleiss auszugleichen, was uns nicht in die Wiege gelegt wurde. Das ist anstrengend und nimmt unsere ganze Aufmerksamkeit in Anspruch. Und dabei fällt uns gar nicht auf, dass wir ja auch Stärken haben. Dinge, die uns ohne Anstrengung gelingen. Für die wir von anderen bewundert werden, die wir an uns selber aber gar nicht bemerken. Schade. Denn warum haben wir unsere Talente bekommen, wenn wir sie nicht einsetzen? Wenn Sie jetzt meinen, wirklich keine besonderen Stärken zu haben, dann liegen Sie falsch. Ja, das behaupte ich einfach so. Sie haben sie einfach noch nicht entdeckt! Fragen Sie mal in Ihrem Umfeld nach und seien Sie nicht erstaunt, wenn Sie Dinge hören auf die Sie spontan mit «Ach das! Das ist doch nichts besonders! » antworten würden. Wiederstehen Sie diesem Impuls! Nehmen Sie das Lob an und schreiben Sie es auf. Lassen Sie Ihre Stärken für sich sichtbar werden und überlegen Sie, wie Sie sie bewusst einsetzen können. Denn wir sind nicht auf der Erde um unsere Schwächen zu optimieren, sondern um etwas aus unseren Stärken zu machen.

Ausgebremst und vorübergehend parkiert

😲🐑🐑🐑🐑😳😅Auf dem Weg nach Hause fand ich mich auf einer normalerweise verlassenen 80er-Strecke plötzlich parkiert, mitten in einer riesigen Schafherde wieder. Die Situation ist so überraschend aufgetaucht, dass ich leicht irritiert war und erst nach bald drei Minuten auf die Idee kam, sie fotographisch festzuhalten um diesen Post zu machen.Die Symbolik hat mir so gut gefallen. Manchmal werden wir ausgebremst und stecken für einen Moment fest. Genauso fühlen sich in der aktuellen Zeit viele. Von den äusseren Umständen blockiert und verwirrt oder verunsichert.

🍁🐑🍂Im Auto drin war’s trotz herbstlich-kaltem Wetter draussen und der verunmöglichten Weiterfahrt sehr gemütlich. Eigentlich. Das habe ich aber erst festgestellt und zu geniessen begonnen, als die Schafe schon fast an mir vorbei waren.

Nochmals zurück zu den herrschenden Umständen rund um die Pandemie möchte ich dich ermutigen, dich in «deinem Auto» gemütlich einzurichten. Damit dich die vorüberziehenden Umstände nicht in deinem Wohlbefinden beeinträchtigen, sondern das bleiben, was sie sind: eine vorbeiziehende Störung im normalen Ablauf. 💙😇Jede und jeder von uns geht mit solchen Störungen anders um. Richtig oder falsch gibt es nicht. Hauptsache du findest einen Weg, der sich für dich stimmig anfühlt. Falls dir das schwerfällt, hol dir Unterstützung!

Es ist ein Zeichen von Stärke zu spüren, wenn wir an unsere Grenzen stossen und uns dann Hilfe zu holen. 💙😇Schliesslich unternimmst du gegen deine Kopfschmerzen auch dann etwas, wenn du sie hast und verschiebst es nicht auf dann, wenn die Schmerzen von selbst weg sind….

🚗😍Ich wünsche dir freie Bahn und eine gemütliche Fahrt auf der Strasse deines Lebens!😍🚗

Herzlich Sibylle

Schatzkiste der Erinnerungen

Stell dir vor alles was du je erleben wirst, hinge als Blätter am Baum deines Lebens. Solange die Erlebnisse dort hängen, hast du sie noch vor dir. Sind sie vorüber, fallen sie wie Blätter vom Baum. Wie Laub im Herbst verändern sie ihre Farben und ihre Formen. Irgendwann beginnen sie in Stücke zu zerfallen. Und so geschieht es auch mit deiner Erinnerung

Kennst du das? Du hast zusammen mit einer Freundin oder einem Freund etwas erlebt. Beim Schwelgen in Erinnerungen einige Monate oder gar Jahre später stellst du allerdings fest, dass ihr euch nicht einigen könnt, wie genau sich das Ganze zugetragen hat. Oder hast du wie ich eine Tante Rosa und einen Onkel Franz? Jedes Mal, wenn meine Tante etwas erzählt, korrigiert mein Onkel sie schon nach dem zweiten Satz. Schliesslich diskutieren die beiden darüber, ob sie das neue Sofa nun 1968 oder 1971 gekauft haben. Ob es am Tag der Lieferung geregnet hat oder nicht und ob Onkel Franz tatsächlich das Sofa ganz alleine in den 3. Stock tragen musste. Die eigentliche Erinnerung, die Tante Rosa mir erzählen wollte, wird dabei zur Randerscheinung. Dafür werde ich zum wiederholten Male Zeugin eines Ehestreits über lang vergangene Begebenheiten.

Neulich fuhr ich in die Gegend, in der ich aufgewachsen bin um zu wandern. Als ich zum Parkplatz zurückkam, zog eine riesige Linde meine Aufmerksamkeit auf sich. Es wurde mir bewusst, dass dieser Baum da schon stand, als ich ein kleines Mädchen war. Plötzlich waren sie da: Ein ganzer Strauss voller Erinnerungen. Und während ich ihnen nachhing, fragte ich mich plötzlich, ob sich meine Geschwister wohl an die gleichen Erlebnisse erinnerten? Und würden unsere Erinnerungen übereinstimmen, wenn wir sie austauschen würden? Während meiner Überlegungen betrachtet ich den grossen Baum mit seinen vielen Blättern und plötzlich war mir klar, warum Erinnerungen immer nur einen Teil der Wahrheit wiedergeben.

Unser Leben ist wie ein Baum. Die Blätter symbolisieren all die Momente, Geschichten und Ereignisse, die wir erleben. Haben wir eine Situation durchlebt, fällt das Blatt vom Baum. Augenblicklich beginnt es sich ganz langsam zu verändern. Die Farbe und auch die Form sind bald nicht mehr die gleichen wie damals, als das Blatt noch am Baum hing. Die schönsten Blätter sammeln wir auf. Weil sie uns so gefallen wollen wir sie behalten und aufbewahren. Der Veränderungsprozess geht aber unaufhaltsam weiter. Die Blätter sind irgendwann so trocken, dass sie in Stücker zerfallen. Und in immer kleinere Stücke. Irgendwann ist nicht mehr ganz klar, wie die Stück einst zusammengehört haben. Und manchmal vermischen sich auch Teile von verschiedenen Blättern und somit vermischen sich auch die Erinnerungen.

Die Erkenntnis, dass meine Erinnerung wie eine Schatztruhe voller Blätter ist, deren Formen und Farben sich verändern und schliesslich zerfallen, hat mir vor Augen geführt, dass ich ganz grosszügig loslassen darf. Mich an keine Erinnerungen klammern muss. Und trotzdem meine Schatzkiste haben kann. Im Bewusstsein, dass sich darin Geschichten befinden, die vielleicht genauso waren, vielleicht aber auch nicht. Ganz egal, ob sich etwas so zugetragen hat oder nicht: Hauptsache ich habe eine Erinnerung daran. Und wenn ich das nächste Mal mit meiner Freundin nicht einig bin, wie das auf der Reise nach Rom im Frühling 2003 nun wirklich war, freue ich mich einfach darüber, dass wir zwei spannende und schöne Geschichten darüber zu erzählen haben.

Weisheit statt Nonsens

«Das Mysterium und der Nonsens sehen auf den ersten Blick gleich aus.»

René Margritte

Unser Leben ist ein Mysterium. Nämlich ein geheimnisvolles, mit dem Verstand nicht ergründbares Geschehnis. Nonsens ist etwas Unsinniges, Sinnloses. Allzu oft erscheint das Leben den Menschen genauso. Als mystischer Unsinn. Aber es gibt Menschen, die das Geheimnis des Lebens gelüftet zu haben scheinen. Solche Menschen bezeichnen wir als weise. Weisheit beinhaltet über die Intelligenz hinaus Eigenschaften wie Empathie, Mitgefühl, Anteilnahme und Reife im Umgang mit den eigenen Gefühlen. Weisheit kann sinnvoll mit Widersprüchen umgehen. Sie lässt sich nicht täuschen, sondern lässt sich auf die Tiefe hinter den Fakten ein. Weisheit strebt nach dem Lebensglück möglichst vieler. Den Weisen erschliesst sich der Sinn des Lebens und sie verfügen über einen feinen Sinn für Humor, den sie aus ihrer Fähigkeit gewinnen, innere Distanz zu den Dramen des Alltags zu halten. Weise Menschen gelten als ruhig, besonnen, wissend und zufrieden. Hand aufs Herz: Möchtest du nicht auch so sein?

Die Wege zur Weisheit sind verschlungene Pfade. Es gibt leider keine beschilderte Autobahn dorthin. Der erste Schritt ist jedoch ein kleiner und er liegt genau vor deiner Nase: der Schritt näher zu dir selbst! Versuchs mal mit Fantasie!

Fantasie? Das ist doch Nonsens! Etwas für Kinder. Aber stimmt das wirklich? Albert Einstein soll gesagt haben: «Fantasie ist wichtiger als Wissen. Denn Wissen ist endlich.»

Fantasie ist die Fähigkeit jenseits vorgespurter Pfade zu denken. Losgelöst von starren Regeln etwas entstehen zu lassen. Die Möglichkeit in andere Rollen, Situationen und Umstände zu schlüpfen und damit neue Empfindungen zu erleben. Fantasie bringt Farbe, Gefühle und neue Perspektiven mit sich. Damit eröffnen sich neue Wege. Träume, Visionen und Bilder erweitern unseren inneren Schatz und die Möglichkeiten unser Leben zu gestalten.

Das Spiel mit der Realität, Mythen, Geschichten, Philosophen, Weise und Narren: Sie alle schaffen ein Gegengewicht zur Welt der Fakten in der wir leben. Siebringen dir, was uns als Menschen und als Gesellschaft abhandengekommen ist: Ein Gefühl für dich selber und für andere, die Fähigkeit deine (Denk-)Muster zu erkennen, zu erweitern und zu transformieren. Damit regulierst du Spannungen und reduzierst Stress mit all seinen Symptomen und Folgeerscheinungen. Gleichzeitig erweiterst du deine Fähigkeit mit deinen Erlebnissen und Gefühlen konstruktiv umzugehen und erlangst immer mehr Weisheit.

Gerne Begleite ich dich ein Stück auf deinem Weg zu mehr Weisheit! Während 19 Wochen HumorTraining lernst du deine Spielfreude und deine Fantasie zu reaktivieren. Du gewinnst Distanz zum inneren Drama und damit unweigerlich an Weisheit.

Oder du nutzt mit Mamatanga Hari meine Intuition. Lass dich beim Erkennen deiner inneren Wahrheit unterstützen. Ich mache für dich die nächsten Schritte sichtbar und unterstütze dich dabei sie zu gehen. Durch die gewonnene Klarheit kommst du deiner inneren Weisheit näher!

Lass dich von meinem Angebot bewegen!

Zeit, den Pullover zu wechseln

Wenn wir auf die Welt kommen, erhalten wir unseren Pullover. In dem ist alles eingestrickt, was wir an Prägungen, Überzeugungen und Vorstellungen von unserer Familie, unserem Umfeld und dem gesellschaftlichen und kulturellen Umfeld mitnehmen. Oft merken wir gar nicht, wie dieser imaginäre Pullover uns im Leben bremst und daran hindert, in unsere Kraft zu kommen, unseren eigenen Weg zu gehen. Wenn wir vom vorgetrampelten Pfad abkommen, zwickt uns der Pulli, als wären wir damit an einem Nagel hängengeblieben. Oft gehen wir dann schnell zurück auf die gewohnte Spur um ja nichts kaputt zu machen und uns nicht zu verletzen.
Glücklich und frei wirst du, wenn du realisierst, dass du einen Pullover trägst, den du dir nicht selber ausgesucht hast und dich traust, einen neuen zu stricken. Deinen eigenen. Es dürfen durchaus auch Fäden aus dem bisherigen Pullover mit verarbeitet werden. Aber nur die, die du dir selber aussuchst. Den Rest kannst du entsorgen. Wenn du den Mut aufbringst, dich „neu einzukleiden“ und somit deine dich einengenden Maschen auftrennst, wird alles für dich möglich!

Der Problemlöser

Es war einmal ein Mann, der nach einer Lösung für sein Problem suchte. So sehr er sich auch bemühte, er konnte sie nicht finden. Er suchte immer heftiger, immer verbissener, immer schneller und fand sie doch nirgends.

Die Lösung ihrerseits war inzwischen schon ganz ausser Atem. Es gelang ihr einfach nicht, den Suchenden einzuholen, bei dem Tempo, mit dem er hin und her raste, ohne auch nur einmal zu verschnaufen oder sich umzusehen.

Eines Tages brach der Suchende mutlos zusammen, setzte sich auf einen Stein, legte den Kopf in die Hände und wollte sich eine Weile ausruhen.

Die Lösung, die schon gar nicht daran geglaubt hatte, dass der Suchende einmal anhalten würde, stolperte mit voller Wucht über ihn. Und er fing auf, was da so plötzlich über ihn hereinbrach und entdeckte erstaunt, dass er die Lösung in den Händen hielt.

aus «Goldene Äpfel – Spiegelbilder des Lebens»

Kennst du das? Du steckst irgendwo fest, bemühst dich weiter zu kommen, aber so sehr du auch strampelst und dich bemühst, du kommst nicht vom Fleck. Oder vermeintliche Lösungen bringen dich nach kurzer Zeit doch zurück zum gleichen Problem.

Oft sind wir so verbissen unterwegs, dass wir gar nicht mehr erkennen können, was für Möglichkeiten und Lösungen da sind. Oder wir rennen vor ihnen davon. Weil wir gelernt haben, dass wir „was tun müssen“ und „es doch nicht so einfach sein kann“ oder, weil wir uns insgeheim vor den Konsequenzen einer Lösung fürchten.

In Bewegung zu kommen ist wichtig, wenn du realisierst, dass du feststeckst oder sich dir eine Herausforderung in den Weg stellt. Dich aber zuerst umzuschauen, macht Sinn, wenn du dich nicht wie der Suchende aus der Geschichte vergebens verausgaben willst.

Ich zeige dir, wie du dich aus deiner verbissenen und festgefahrenen Situation löst und helfe dir, die nötigen Schritte zu erkennen, die es zu gehen gilt um ein Hindernis leicht und erfolgreich zu überwinden. Dabei überlasse ich es dir, ob du dich für den humorvollen, heiteren oder den intuitiven Ansatz entscheidest. Du gelangst auf beiden Strassen zum gleichen Ziel. Warte nicht auf ruhigere Zeiten! Übernimm die Verantwortung für dein Leben und melde dich noch heute für einen Termin bei mir!

Ich freue mich von dir zu hören!

Herzliche Grüsse

Sibylle

Lebensmuster

Trotz den immer wieder kühlen Temperaturen ist es Frühling. Die Zeit für einen Neubeginn und kraftvolles Wachstum. Dazu eine Geschichte zum Schmunzeln und darüber nachdenken.

Lebensmuster

Ein Passant trifft auf einen Mann, der am Strassenrand steht und voller Trauer weint und schluchzt. Das berührt ihn sehr und er möchte diesen trösten. So fragt er den Mann nach dem Grund seiner Trauer. «Ach, ich Unglücklicher», jammert der Angesprochene verzweifelt, «seit Jahren nehme ich immer diesen Weg, morgens auf dieser Strassenseite zur Arbeit und abends auf der anderen Strassenseite wieder zurück nach Hause. Tag für Tag in gewohnter Zuverlässigkeit, und niemals bin ich vom Weg abgewichen.» Nach einem tiefen Seufzer setzt er weiter fort: «Heute nun, unterwegs zur Arbeit, sehe ich, dass man auf der anderen Strassenseite eine Baugrube ausgehoben hat. Ich werde also am Abend auf dem Heimweg in die Grube fallen. Ist das nicht ein Unglück?» Kambiz Poostichi

Wie sieht es mit deinen Lebensmustern aus? Wie beweglich bist du in deinem Alltag? Wie bunt ist dein Leben?

Möchtest du deinen Alltag «entrümpeln»? Bist du bereit überholte Verhaltensmuster zu erkennen und zu entsorgen oder jammerst du lieber über das Unglück, das dir bevorsteht?

Es braucht viel weniger Zeit, als du vielleicht denken magst, um grundlegende Veränderungen zu bewirken. Ich unterstütze dich dabei Klarheit zu erlangen und mit Leichtigkeit die anstehenden Schritte zu tun. Melde dich bei mir, wenn du bereit bist, dein Glück in die eigenen Hände zu nehmen.

Onkel George

Ein Ehepaar kehrte von der Beerdigung von Onkel George zurück. Er hatte zwanzig Jahre bei ihnen gelebt und war eine solche Nervensäge gewesen, dass er beinahe ihre Ehe ruiniert hätte.
«Ich muss dir etwas sagen, mein Schatz», sagte der Mann. «Wenn nicht meine Liebe zu dir gewesen wäre, hätte ich mich nicht einen einzigen Tag mit deinem Onkel George abgefunden.» «
Mein Onkel George», rief sie entsetzt. «Ich dachte, es wäre dein Onkel George!»

aus „Goldene Äpfel“ von Kambiz Poostich (Hrsg.)

Hast du auch einen Onkel George in deinem Leben? Das sind selten wirklich einzelne Personen. Vielmehr sind es Umstände, Prägungen und Glaubenssätze, die dazu führen, dass wir Dinge tun, die wir eigentlich gar nicht tun wollen. Weil wir meinen, es müsse so sein. Diese «Onkel Georges» verbrauchen viel Energie, die uns an anderen Orten fehlt. Es lohnt sich also, sie aufzuspüren. Manche können wir getrost vor die Tür stellen. Mit anderen können wir lernen so umzugehen, dass sie uns keine Energie mehr rauben. Dafür brauchst du nicht deinen Lebensweg zu ändern, sondern darfst anfangen, deinen Weg auf neue Weise zu gehen.

Mit Mamatanga Hari kannst du deine Energiefresser aufdecken und lernst, wie du mit ihnen umgehen kannst damit dir mehr Energie bleibt für die Dinge, die dir am Herzen liegen.

Möchtest du mehr darüber erfahren? Besuche unverbindlich den Informationsabend am Donnerstag, 14. März 2019 um 20 Uhr in meiner Praxis. Ich freue mich auf deinen Besuch!

Liebe Grüsse

Sibylle