Mach es dir leicht! – Workshop am 19. Juni 2021

Juhui, der Sommer scheint sich nun doch entschieden zu haben, langsam aus seinem Winterschlaf zu erwachen. Mit den wärmeren Temperaturen und dem sonnigen Wetter vergrössert sich unser Wohlfühlraum draussen. Die Lockerungen der Massnahmen zur Pandemiebekämpfung ermöglichen uns gleichzeitig auch wieder mehr Bewegung in fremden Innenräumen. Darauf haben viele lange «planget». Es ist an der Zeit sich endlich wieder persönlich zu begegnen, zusammen unterwegs zu sein und andere Räume zu betreten.

Vielleicht geht es dir auch so, dass du das Gefühl hast, auch dein persönliches Innenleben, deine Denkstrukturen und deine Ausdrucksmöglichkeiten seien über die letzten Monate des digitalen und maskierten Kommunizieren etwas eingerostet? Etwas verstaubt und untrainiert? Hast du Lust die «neue» Freiheit mit neuen Ansätzen inspiriert zu gestalten? Wenn schon irgendwie ein Neuanfang, dann doch auch mit frischen Ideen und aufpolierten (Denk)Mustern?

Dann hast du jetzt die Gelegenheit an einem ausserplanmässigen Zusatzworkshop «Mach es dir leicht!» teilzunehmen. Wer schon einmal dabei war, kann es dir bestätigen: Es gibt viel bewegende Erkenntnisse und heitere Aha-Momente zu erleben. Lass dich inspirieren, aus der Komfortzone kitzeln und spüre, wie es sich anfühlt, wenn du etwas mal ganz anders machst.

Humor ist eine Haltung, die das Leben erleichtert, Spannungen reguliert und Horizonte erweitert. Humor macht den Alltag bunter, Möglichkeiten vielfältiger und das Miteinander schöner. Und ich bin überzeugt, genau danach sehnen wir uns alle. Nach Tiefe, die sich trotzdem leicht anfühlt. Nach Perspektiven, die uns weiterbringen und trotzdem Spass machen. Nach mehr Spontanität und ehrlicher Begegnung in unseren Beziehungen.

Am Samstag, den 19. Juni 2021 von 9 bis 12 Uhr kannst du dir in Wil SG eine Portion Inspiration abholen. Erlebe, wieviel leichter und authentischer du in deinem Alltag unterwegs sein kannst, wenn du dir selber und dem Leben mit einem Augenzwinkern begegnest. Hol dir frische Ideen und knusprige Tipps, wie du ohne Mehraufwand in deinem Alltag unmittelbar eine spürbare Verwandlung erlebst. Freue dich auf bewegende Momente mit Aha-Effekt. Finde heraus, wie deine persönlichen HumorStrategien aussehen können, wie du auf unkomplizierte Weise Spannung regulieren, dein Denken lüften und deinen Spielraum erweitern kannst.

Melde dich gleich an und sichere dir deinen Platz! Du investierst CHF 150 und geniesse drei Stunden frischen Wind, veränderte Sichtweisen und bewegende Erkenntnisse. Ich freue mich dich mit auf Entdeckungstour zu deinen ganz eigenen HumorFähigkeiten zu nehmen. Dich mit vielen wertvollen Tipps und Tricks zu inspirieren und zu stärken.

Ponyhof

Lebensleicht vom 1. Juni 2021 – Meine Kolumne in der REGI Die Neue

«Das Leben ist kein Ponyhof!» Das sagt man gerne und meint damit, dass das Leben nicht nur aus Spass besteht. Dass der Vergleich hinkt, weiss jede*r Ponyhofbesitzer*in! Im Gegenteil ist der Ponyhof ein passendes Sinnbild des Lebens. Einen solchen Ort wünscht man sich, weil man Ponys liebt, gerne reitet und draussen unterwegs ist. Sind die Viecher dann da, kosten sie vor allem viel Geld, machen Arbeit und lassen wenig Raum für andere Hobbys. Wer sich da von den Mühen des Alltags – misten, füttern, putzen, Tierarzt, Hufschmied, misten, füttern – zu sehr ablenken lässt, bei dem wird die Passion schnell zur Belastung. Dann ist sogar das Ausreiten nur noch eine Pflicht. Die Freude ist verschwunden.

Auch wenn Sie keine Huftiere im Vorgarten haben, frage ich Sie: Kennen Sie das? Haben Sie auch erfüllte Wünsche, die im Laufe der Zeit so unter den Folgeerscheinungen verschwunden sind, dass Sie den Wunsch dahinter gar nicht mehr erkennen können? Kinder, Haus, Hund und Garten – weit verbreitete «Beispiel-Ponys». Aber auch bei Partnerschaften trifft man auf dieses Phänomen. Die alltäglichen Kleinigkeiten, die uns nicht gefallen oder uns anstrengen, werden zu einem immer grösseren Drama. Die Verpflichtungen und die Herausforderungen, welche auf die Wunscherfüllung folgen, lassen uns vergessen, warum wir das alles eigentlich tun: Weil wir – im Beispiel vom Ponyhof – so Freude an Ponys haben, dass wir eigene besitzen wollten. Nicht nur unsere Ferien mit ihnen verbringen.

Wenn Sie nun so ein Ponyhof-Phänomen bei sich entdecken, dann freuen Sie sich ganz bewusst über ihr Pony! Reiten sie aus oder setzen Sie sich zu ihm auf die Wiese und geniessen seine Gesellschaft. Denn dann wird ihr Leben zu einem Ponyhof, wie ihn die Redensart meint: Etwas, das Ihnen Freude macht und Entspannung ermöglicht, Spass bereitet und Ihre Lebensqualität steigert. Und das bisschen Arbeit machen Sie mit links!

Energie erfolgreich managen

Was für eine Kraft meine Freude hat, habe ich letzte Woche wieder einmal staunend zur Kenntnis genommen.

Die Nachwirkungen der zweiten Impfdosis waren so ausgeprägt, dass ich mich nach einer grauenhaften Nacht kaum aus dem Bett hieven konnte. Da war aber dieser geplante und nun schon zwei Mal verschobene Kurs, den ich leiten sollte. Ironischerweise zum Thema „Mach es dir leicht!“. Trotz Fiebergefühl und ausgeprägten Gliederschmerzen habe ich mich nicht durchringen können, den Anlass abzusagen. Denn trotz allem freute ich mich darauf.
Ob diese Entscheidung aber tatsächlich vernünftig war, konnte ich bis zwanzig Minuten vor Kursbeginn nicht überzeugt mit ja beantworten. Aber dann passierte das Unglaubliche: Die Freude wurde immer stärker, je weiter ich mit einrichten war. Und gleichzeitig traten meine Beschwerden immer mehr in den Hintergrund. Zugegeben, sie holten mich nach den drei Stunden wieder ein. Und auch zwischendurch musste ich mich immer mal wieder bewusst auf meine Freude fokussieren um im Flow bleiben zu können. Es hat sich aber gelohnt: Der Vormittag war ein Erfolg! Und ich werde in Zukunft meine Erkenntnisse über meine Energiequelle „Freude“ noch viel bewusster einsetzen.

Welche Energiequelle schenkt dir jederzeit genug Kraft um deinen Fokus zu halten?

Du kennst deine unerschöpfliche Batterie noch nicht? Oder weisst nicht, wie du sie bewusst anzapfen kannst? Dann vereinbare einen Termin mit mir. Ich zeige dir, wie du deine Energie erfolgreich managen kannst.

#freude #flow #fokus

Nimm es nicht so schwer –

Nimm es nicht so schwer

WIE ES DIR IM MOMENT ERSCHEINT

Leichtigkeit entsteht aus der Akzeptanz, dass wir nicht immer alles unter Kontrolle haben. Humor ist eine Strategie um in solchen Momenten nicht zu verzweifeln. Dabei authentisch zu sein, ist die Kunst dabei.


Wenn du dich dafür entscheidest, dem Leben mit mehr Humor und Leichtigkeit zu begegnen, bedeutet das nicht, von heute an über alles zu lachen. Die Quelle von Humor ist oft – wenn nicht immer – das Leid. Die Dinge, die eben nicht solaufen, wie du es dir wünschst.


Enttäuschungen, Verletzungen, Kontrollverlust und Schicksalsschläge sind schmerzhaft. Lass diesem Schmerz auf jeden Fall Raum. Er gehört dazu. Die Kunst liegt darin, in einem bestimmten Moment wieder Distanz aufbauen zukönnen. Um nicht erdrückt zu werden. Und da kann Humor, richtig eingesetzt, eine sehr heilsame Wirkung entfalten. Dich einen Moment aus dem Elend ziehen. Sogar neuen Spielraum eröffnen. Vielleicht fällst du auch wieder zurück – was soll’s. Dann schaffst du dir bei nächster Gelegenheit eine neue „Lächel-Pause“! Denn sie bringt dir auf jeden Fall Erleichterung und neue Energie um in deinem Prozess weiterzukommen.


Je vertrauter du mit der HumorStrategie wirst, desto häufiger wirst du auf Situationen stossen, die du ganz einfach mit Heiterkeit erleichtern kannst. Da reicht nur ein kleiner Perspektivenwechsel und das Relativieren gelingt ohne Anstrenung. Denn in vielen Alltagssituationen ist das Drama häufig nicht so gross, wie wir glauben.


Aber du wirst nach wie vor Momente haben, die sich schmerzhaft, traurig oder stressig anfühlen – und die das auch sein und bleiben dürfen. Auch wenn du im Grossen und Ganzen deinem Leben mit heiterer Gelassenheit begegnest.

Yin – Weiblichkeit richtig verstehen

Mittwoch 5. Mai 2021 um 19 Uhr

Online-Veranstaltung via Zoom

Zum Inhalt: „Die Welt ist aus den Fugen!“ Dieses Zitat von Hamlet ist sehr alt. Und doch sehr aktuell. Fugen sind da, um etwas zu verbinden und zusammen zu halten. Dass das verbindende Element an vielen Orten fehlt, kann wohl niemand abstreiten. Aber was ist es denn, was uns und der Welt fehlt? Es ist die weibliche Energie in ihrer machtvollen Schönheit. In einer Welt, in der die Yang-Energie ausser Rand und Band ist, braucht es eine Rückbesinnung auf unsere Yin-Kraft. Damit wir das Yang zähmen und sich eine Balance einstellen kann. In uns selbst und in der Welt.

Aber was ist die Yin-Energie? Wie sieht Weiblichkeit in ihrer kraftvollen Form aus? Und wie kannst du diesen Anteil in dir stärken?

Zu diesen Fragen möchte ich dir klärende und inspirierende Impulse mitgeben. Damit du deinem Yin auf die Spur kommst und damit dein wahres Ich, deine Präsenz und deine Wirksamkeit besser spüren und leben lernst.

Ausgleich: CHF 25

Anmeldung bis 2. Mai 2021

Beitragsbild von mohamed_hassan @pixabay.com

SEIN & WIRKEN

Stärkung. Inspiration. Lebensleichte Strategien & Networking

Sa 29. Mai 2021

9 bis 13 Uhr

Praxishuus Wil SG

Wir alle möchten unseren Platz einnehmen, etwas bewirken, gesehen und wertgeschätzt werden. Dafür tun wir sehr viel – bewusst oder unbewusst. Das kostet Zeit, Energie und Nerven und bringt oft gar nicht die Resonanz, die wir uns wünschen.

Wie wäre es, wenn du mehr ins Sein kommen würdest? Deine Tun-Fähigkeiten mit deiner Präsenz ergänzen? Aus dir heraus etwas bewegen, statt dich im Aussen zu verlieren? Wie das geht und was das bringt? Lass dich inspirieren und ermutigen, deine Strategien zu erweitern und es dir damit leichter zu machen.

Ausserdem möchte ich dir ermöglichen, an diesem Vormittag dein Netzwerk zu vergrössern. Denn gemeinsam sind wir oft wirkungsvoller als allein.

Inhalt:

Sein & Wirken lassen

Perfektion und Kontrolle sind Bedürfnisse, die wir alle mehr oder weniger spüren. Etwas so sein und wirken zu lassen, wie es ist, braucht manchmal viel – und ist doch so einfach.

Yin & Yang

Die Welt besteht aus Gegensätzen und trotzdem ist alles Eins. Dieser kleine Einblick in die Rolle von Yin und Yang in deinem Alltag hilft dir, ganz rasch mehr Stabilität und Leichtigkeit zu finden.

Humor & Heiterkeit

Was ist Humor eigentlich und wie kannst du ihn auf verbindende, liebevolle und authentische Weise einsetzen? Eine Inspiration wie du dich und dein Umwelt mit Heiterkeit entlasten und stärken kannst.

Networking

Nutze die Gelegenheit neue Menschen kennenzulernen und dich zu vernetzen. Es gibt ein Network-Speed-Dating und verschiedene Gefässe um dich mit anderen auszutauschen. Vergiss deine Visitenkarten nicht.

Ausgleich: CHF 130 inkl. Snacks und Getränke

Anmeldung bis spätestens am 19. Mai 2021

Kampfhunde

Lebensleicht – Kolumne in der Regie Die Neue, erschienen am 16.4.21

Wissen Sie, dass wir Menschen mit Kampfhunden ganz viel gemeinsam haben? Je nach Lebensumständen und Erfahrungen sind wir wunderbare, charakterstarke und sehr soziale Wesen oder können tatsächlich sehr gefährlich sein. Und noch eine Gemeinsamkeit gibt es: Egal, wie liebenswürdig und sanft ein Kampfhund ist, wenn er dann doch einmal zubeisst, dann lässt er nicht mehr los. Wir Menschen beissen – in der Regel – nicht in Arme und Beine unserer Widersacher, aber wir verbeissen uns sehr gerne sprichwörtlich. In unsere Prinzipien, unseren fixen Tagesablauf oder unsere Überzeugungen. Oft ist es uns nicht einmal bewusst und deshalb hängen wir wie Kampfhunde mit zusammengepressten Kiefern irgendwo fest und können uns nicht erklären, weshalb wir nicht vom Fleck kommen. Dabei ist die Frage, warum wir zugebissen haben, nebensächlich. Es gibt viele gute Gründe zu beissen. Tatsächlich oder im übertragenen Sinn. Dieser gesunde Schutzimpuls wird für uns selber aber rasch zu einem einschränkenden Problem, wenn wir nicht wieder loslassen können.

Probieren Sie einmal folgendes aus: Führen Sie Ihre rechte Hand waagerecht vor Ihren Mund. Ab jetzt bewegt sich der Arm bis zum Ende der Übung nicht mehr. Beissen Sie nun – bitte ganz sanft – in Ihre Hand und versuchen Sie sich in dieser verbissenen Position umzusehen oder einer alltäglichen Verrichtung nachzugehen. Denken Sie daran, dass der Arm unbeweglich bleibt. Was stellen Sie fest? Nun lösen Sie den Biss und lächeln stattdessen. Der Arm darf sich wieder bewegen. Blicken Sie sich um und bewegen Sie sich etwas durch den Raum. Der Unterschied ist deutlich, oder nicht?

Testen Sie diese Erfahrung doch mal im sprichwörtlichen Sinne und lassen Sie sich überraschen, wie sich die veränderten Blick- und Bewegungsmöglichkeiten auf Ihr Leben auswirken. Sie denken, Sie seien nicht verbissen oder wissen nicht in was? Dann wenden Sie sich vertrauensvoll an die Menschen in Ihrem täglichen Umfeld…. J

Augen-Blicke

Lebensleicht – Kolumne in der Regie Die Neue, erschienen am 19.3.21

Egal wie mal zur Maskenpflicht steht, eins lässt sich nicht abstreiten: Begegnungen sind deutlich anstrengender. Oder können es zumindest sein. Die unsichtbare Mimik im Gesicht unseres Gegenübers macht uns zu schaffen. Wenn auch nur unbewusst. Ein Lächeln – so die Lachforschung – kann aus 200 Metern Entfernung erkannt werden. Zu früheren Zeiten konnte man so schon von weitem erkennen, ob man vorsichtshalber den Speer zücken sollte oder eine bevorstehende Begegnung friedlich abläuft. So erstaunt es nicht, dass es manchmal scheint, als liefen zurzeit viele mit einer Waffe im Anschlag durch den Alltag. Der unbewusste Kampfmodus in uns läuft weiter, da die Entwarnung in Form eines unverbindlichen Lächelns fehlt.

Das Tragen einer Maske wird uns voraussichtlich noch eine Weile begleiten, warum es sich meiner Ansicht nach lohnt, neue Strategien auszuprobieren. Mein Tipp: Blickkontakt. Achten Sie einmal darauf, wie oft Sie mit anderen Menschen Augenkontakt aufnehmen. Ob zu Hause, beim Einkaufen, bei der Arbeit oder wenn Sie beim Spazieren jemandem begegnen. Haben Sie schon bemerkt, dass wir selbst in einem persönlichen Gespräch häufig mit den Augen nicht bei unserem Gegenüber verweilen, sondern unser Blick durch den Raum schweift? Wenn wir unsere Gesprächspartner*innen anschauen, dann eher auf den unteren Teil des Gesichts. Augenkontakt aufnehmen und sogar halten, braucht Mut. Nicht um sonst gelten die Augen als sprichwörtliches Tor zur Seele. Ein Blick sagt mehr als tausend Worte und lässt in einem kurzen Moment mehr erkennen als lange Reden. Ein direkter Blickkontakt ist ehrlicher und hat mehr Wirkung als ein aufgesetztes Höflichkeitslächeln. Sogar das Jammern fällt schwerer, wenn man sich dabei in die Augen schaut. In der momentanen Zeit zwei gute Gründe es auszuprobieren, finden Sie nicht auch?

Monitor-Monster ausgetrickst

Heute war mal wieder einer jener Tage: Von morgens bis abends vor dem Bildschirm. So unbegrenzt und grossartig die Möglichkeiten sind, die mir die digitale Welt bietet, scheint sie auch alles zu verschlucken, was sonst noch existiert. Die Zeit rast, meine Durchblutung sinkt unter null – wenn man die Temperatur meiner Füsse als Gradmesser nimmt. Jegliches Gefühl für Hunger und Durst kommt mir abhanden. Und auch wenn ich mich grade kreativ entfalten (sollte), schwindet die Kreativität mit jeder Stunde und weicht einer Ungeduld, weil das Ergebnis nie so ist, wie es mein Perfektionsanspruch es erwartet. Mein Monitor-Monster frisst mir sogar meinen Sinn für Humor! Ausser Anspannung haben kaum emotionale Regungen mehr Platz. Und da hört der Spass dann wirklich auf. Denn ohne Emotionen und ein wenig Heiterkeit ist mir mein Leben einfach zu eintönig. J Darum habe ich mich entschieden, meinem Monitor-Monster heute einen Maulkorb anzuziehen und mir mein Gespür fürs Leben trotz Computerarbeit zu bewahren. Und das ging so: Ich habe meinen Timer auf dem Handy so eingestellt, dass jede Stunde eines meiner Lieblingslieder abgespielt wurden. Während diesen musikalischen Unterbrüche habe ich tanzend den Weg zur Küche überwunden und für Nachschub an Tee, Kaffee oder einer feinen Zwischenverpflegung gesorgt. Das alleine hat mir so viel Schwung bewahrt, dass ich immer wieder lustige Ideen hatte um Emails mit ein bisschen Humor aufzupeppen oder ein Telefongespräch mit einer lustigen Anekdote zu würzen. Den Feierabend habe ich mit (fast) warmen Füssen und dem guten Gefühl gestartet, einen kreativen und produktiven Arbeitstag hinter mir zu haben. Juhui! Das motiviert mich doch gleich, es beim nächsten Mal wieder so zu machen. Oder noch besser: Eine neue Variante zu kreieren um das energiefressende Monitor-Monster in Schach zu halten!

Happy End

Kaum ein Hollywood-Film kann darauf verzichten. Viele behaupten sogar, die Handlung sei bei einem Film zweitrangig, wenn nur das Ende stimme. Und sind wir ehrlich: Das warme Herzgefühl, wenn sich das Paar nach diversen Wirren doch noch findet oder der Held die Welt gerettet hat, ist schon wunderbar. Da möchte man den Fernseher am liebsten gar nicht abstellen. Und genau da ist der Haken. Habe Sie sich schon einmal überlegt, wie die Geschichte nach «The End» weitergehen würde? Glauben Sie, dass Liebespaar würde sich die nächsten hundert Jahre schmachtend in den Armen liegen? Kaum! Nicht mal James Bond schippert ewig mit seinem Filmsternchen ungestört übers Meer. Früher oder später wartet der nächste Bösewicht. Zum Glück. Ich stelle mir vor 007 würde irgendwann vor Langeweile über Board gehen. Wenn man im richtigen Moment den Vorhang zieht, hat jede Geschichte ein Happy End. Auch die Lebens-Geschichte von jedem einzelnen von uns. Nur geht in der Wirklichkeit das Leben eben immer weiter. Wie beim «Leiterli-Spiel» wechselt es manchmal unerwartet die Richtung. Ein vermeintliches Glück entpuppt sich im Nachhinein eher als Pech und umgekehrt. Weil wir nie wissen, was noch kommt, macht es im Grunde auch keinen Sinn, ständig zu beurteilen, ob etwas ein Fluch oder ein Segen ist. Und ganz ehrlich: Hätten Sie in Ihren glücklichsten Momenten Ihre Geschichte beenden wollen? Im Gegenteil, oder? Wagen wir es nicht lieber uns den Herausforderungen des Lebens zu stellen, als freiwillig auf Lebenszeit zu verzichten? Trotzdem ist es manchmal hilfreich, den Blick für die möglichen «Happy-End-Szenen» um in den anstrengenden Momenten den Mut nicht zu verlieren. Machen Sie dazu einfach folgendes: Jedes Mal, wenn Sie sich einen kleinen oder grossen Erfolg verbuchen, wenn Ihnen das Glück hold ist und Sie mit sich zufrieden sind, machen Sie sich eine kleine Notiz. Ich bin sicher, Sie werden staunen wie filmreif Ihr Leben wäre – und froh sein, dass Sie der Vorhang in Ihrer persönlichen Geschichte noch offen bleibt.

Blackout? Das wäre ja gelacht!

Eigentlich war ich gut vorbereitet, aber als die Aufnahme dann lief und ich das Interview mit Lea starten sollte, hatte ich keinen Plan mehr, was ich eigentlich sagen wollte. Schau dir an, was dann passiert ist. Und überlege dir: Wie reagierst du, wenn du den Faden verlierst?

Spannung weg, Leitung tot

Erschienen in der REGI Die Neue am 5. Januar 2021

Ein bisschen Spannung braucht es im Leben. Jeder Elektriker weiss: Nimmt man die Spannung von einer Leitung, ist die Leitung tot. Das gleiche gilt für Beziehungen, Geschichten, den Job und im Grunde für das ganze Leben: Ist keine Spannung mehr da, keine Freude und keine Neugier, bleibt von der Leidenschaft schnell nur noch das Leiden übrig und man fühlt sich geschafft. Es lässt sich nicht bestreiten, dass die meisten Menschen in unseren Breitengraden meistens stark unter Strom stehen. Deshalb ist es ungemein wichtig geworden, immer wieder für Entspannung zu sorgen. Sonst brennen wir aus – oder durch. Aber wie bei einer defekten Stromleitung ist es nicht die Entspannung alleine, die uns weiterbringt. Denn kaum schalten wir den Strom wieder ein, brennt die Sicherung wieder durch. Sind Sie mal so weit, hilft nur noch eine Sanierung und die kostet einiges an Zeit und Geld. Ob es sich dabei um eine Stromleitung oder Ihr Nervensystem handelt. Die Kunst ist es darum, im Alltag das richtige Mass an Spannung zu finden statt zwischen Vollgas und Energielos zu pendeln. Den Blickwinkel zu verändern ist eine wirkungsvolle Methode um sofort Spannung auszugleichen. Betrachten Sie Ihre alltäglichen Ärgernisse mal aus einer anderen Perspektive. Das löst allfällige Verbissenheit, erweitert Ihren Spielraum und entlastet Sie sofort. Üben Sie den Perspektivenwechsel in dem Sie beginnen Kleinigkeiten mal anders zu machen. Setzten Sie sich beim Essen an einen anderen Platz. Verändern Sie die Reihenfolge beim Ankleiden. Nehmen Sie einen anderen Finger als gewöhnlich um die Kaffeemaschine zu bedienen. Fortgeschrittenen empfehle ich mit dem Partner/der Partnerin die Bettseite zu tauschen. Viel Spass beim Ausprobieren!